Vorsorge



Bestattungshaus Naethe GmbH
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Ihre Fragen unsere Antworten

Die nachfolgenden Fragen werden uns immer wieder telefonisch oder in den Beratungsgesprächen gestellt.

Frage: Ein Todesfall ist eingetreten und keiner kümmert sich um die Bestattung, was nun?

Antwort: Grundsätzlich gilt, dass die Angehörigen bestattungspflichtig sind.   

Frage: Wer ist bestattungspflichtig?

Antwort: Die Eltern, Großeltern, Kinder, Enkelkinder und die Geschwister des Verstorbenen.

Frage: Ich habe aber kein Geld, um die Bestattung in Auftrag zu geben. Was passiert nun mit dem Verstorbenen?

Antwort: Das Ordnungsamt des Sterbeortes ermittelt die Angehörigen und wird diese schriftlich auffordern, Ihrer Bestattungspflicht nachzukommen  (Gemäß §9 Abs. 2 Satz 1 Nds .BestattG muss jeder Verstorbene innerhalb von 8 Tagen seit dem Eintritt des Todes bestattet oder eingeäschert werden). Hierfür wird Ihnen eine Frist eingeräumt, in der Regel 3-8 Tage. Wird innerhalb dieser Zeit die Abholung des Verstorbenen nicht veranlasst bzw. meldet sich kein Bestatter, der von  den Angehörigen beauftragt wurde, wird die Auftragsvergabe auf Kosten der Angehörigen vom Ordnungsamt veranlasst. Die Bestattung wird in der Regel zu den Kosten des Fürsorgerichtsatzes durchgeführt. Das beauftragte  Bestattungsinstitut reicht die Rechnung beim Ordnungsamt ein und erhält die Kosten erstattet. Das Amt holt sich diese Gelder von den Angehörigen im Nachhinein wieder.
Wichtig zu wissen: Jeder Mensch hat die Möglichkeit einen Antrag auf Leistungen gem. §74 SGB  XII   (Übernahme der Bestattungskosten)beim Sozialamt zu stellen, sofern es Ihm aus finanziellen Gründen nicht zumutbar ist, diese Kosten selbst zu tragen. Zur Überprüfung müssen Sie allerdings Ihre finanzielle Situation in Form von Bescheiden z.B. Rentenbescheid, Versorgungsbezüge, Hartz IV etc. glaubhaft machen.

Frage: Was ist, wenn sich aber keiner um die Bestattung kümmert bzw. niemand weiß, wo die Angehörigen leben?

Antwort: Gemeinden und Behörden sind verpflichtet, nach Angehörigen eines Verstorbenen zu suchen, bevor die Bestattung von Amts wegen angeordnet wird. Sind mehrere Angehörige (hier z.B. Geschwister) gleichrangig bestattungspflichtig, kann die Bestattungsbehörde im Rahmen ihres Ermessens die vollen Kosten von nur einem der Bestattungspflichtigen verlangen und diesen im Übrigen auf dessen Ausgleichsanspruch gegenüber den übrigen Pflichtigen verweisen. Eine  Verpflichtung der Behörde, alle Bestattungspflichtigen nur anteilig zur Kostenerstattung in Anspruch zu nehmen, besteht nicht.
VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 15.11.2007 z. Az. 1 S 1471/0

Frage: Wer kann erben, wie ist die gesetzliche Erbfolge?

Antwort: Mit der gesetzlichen Erbfolge wird geregelt, wer das Vermögen eines Verstorbenen erhält, wenn dieser keine letztwillige Verfügung (also kein Testament und keinen Erbvertrag) hinterlassen hat. Erben mehrere Personen, so wird damit auch geregelt, wie groß der Anteil des Einzelnen an der Erbengemeinschaft ist. Existiert eine letztwillige Verfügung, hat die gesetzliche Erbfolge Einfluss auf den Pflichtteil, der Verwandten und Lebenspartnern grundsätzlich zusteht. Der Pflichtteil besteht in diesem Fall in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Die gesetzliche Erbfolge bestimmt die Erben aus dem Kreis der Verwandten des Erblassers. Verwandt ist mit dem Erblasser jeder, der von ihm (Kinder, Enkel, Urenkel usw.) oder von derselben dritten Person abstammt (Eltern, Großeltern, Geschwister, Onkel, Neffe usw.). Die Verwandten werden in Erbenordnungen eingeteilt. Das Gesetz unterscheidet folgende Ordnungen (Bezeichnung der Verwandtschaft im Beispiel immer aus der Sicht des Erblassers)

1. Ordnung: Kinder, Enkel und Urenkel (einschließlich der nichtehelichen und der adoptierten Kinder, Enkel, Urenkel etc.)    
§ 1924 BGB  Ordnung: Eltern ,Geschwister, Neffen/Nichten, Großneffe, Großnichte usw.              
§ 1925 BGB  Ordnung: Großeltern ,Onkel/Tanten Cousin/Cousinen usw.                                                     
§ 1926 BGB  Ordnung: Urgroßeltern, Großonkel, Großtante usw.                                                      
§ 1928 BGB
2. und weitere Ordnungen: entferntere Voreltern des Erblassers und deren  Abkömmlinge                                                                                                                   
§ 1929 BGB Erbberechtigt ist im Übrigen auch, wer zum Zeitpunkt des Erbfalles noch nicht geboren, aber bereits gezeugt ist (Nasciturus),
§ 1923 Abs. 2 BGB. Dieser Erbberechtigte wird in der Regel durch einen Leibesfruchtpfleger vertreten.

Seit 1. Januar 1977 zählen  zu den leiblichen Verwandten  auch adoptierte Personen. Bei Adoptionen  vor diesem Datum konnte allerdings das Erbrecht vertraglich ausgeschlossen werden.
Nichteheliche Kinder sind nur dann erbberechtigt, wenn sie nach dem 1. Juli 1949 geboren sind gegenüber dem Vater (und den väterlichen Verwandten).
Brauche ich einen Erbschein und wo bekomme ich diesen?
Oftmals verlangen Banken, Versicherungen etc. einen Erbschein für die Auszahlung von Geldern insbesondere dann, wenn es mehrere Erben z.B. Kinder, Enkelkinder, Geschwister gibt, die diesen Anspruch haben.
Der Erbschein wird von den jeweiligen Institutionen benötigt, um die Stellung als „Erbe“ nachzuweisen und durch das Amtsgericht ausgestellt. Das Amtsgericht ist hier als Nachlassgericht tätig.

Wichtig für Sie zu wissen ist, dass das Amtsgericht/Nachlassgericht des Wohnortes des Verstorbenen zuständig ist und nicht das Gericht des Wohnortes des /der Erben.

Frage: Kann jemand auch vom Erbe ausgeschlossen werden?

Antwort: Die gesetzliche oder „gewillkürte“ Erbfolge ist ausgeschlossen, wenn der Erbe erbunwürdig ist. Erbunwürdig ist
   1. wer den Erblasser vorsätzlich getötet oder dies versucht hat (§§ 211, 212 StGB),
   2. wer den Erblasser durch Täuschung oder Drohung zur Errichtung der Verfügung von Todes wegen gebracht oder an der Aufhebung gehindert hat,
   3. wer den Erblasser bei einer letztwilligen Verfügung durch Drohung oder Täuschung bestimmt hat,
   4. wer die letztwillige Verfügung gefälscht- oder verfälscht hat.

Frage: Wie errichte ich ein Testament?

Antwort: Das privatschriftliche Testament muss von A-Z eigenhändig und handschriftlich verfasst sein. Sowohl das Datum als auch der Ort und die Unterschrift mit Vor-und Zunamen müssen handgeschrieben sein. Jede andere Form ist rechtsunwirksam.
Sie können aber auch bei einem Notar ein öffentliches Testament errichten lassen.
Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit des notariellen Erbvertrages.
Für welche Form Sie sich auch immer entscheiden, informieren Sie sich vorab genau. Hierzu haben Sie mehrere Möglichkeiten. Eine Empfehlung von uns sind z.B. die Internetseiten des Deutschen Forums für Erbrecht www.deutsches-forum-fuer-erbrecht.de
Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich die Beratung bei einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens. Dieser wird Ihnen kompetent und beratend zur Seite stehen und ggfs. mit Ihnen zusammen Ihr Testament errichten.

Frage: Wo bewahre ich das Testament am sichersten auf?

Antwort: Die Verwahrung des Testamentes obliegt Ihrem Ermessen, z.B. zu Hause, bei der Bank im Safe oder wenn Sie ganz sicher sein möchten, hinterlegen sie es bei Gericht gegen eine Gebühr. In diesem Fall erhalten Sie hierfür einen Hinterlegungsschein. Sobald das Gericht Kenntnis vom Tod des Erblassers hat, wird das Testament eröffnet, auf Rechtswirksamkeit überprüft und es werden die Erben schriftlich informiert.

Frage: Was mache ich mit einem Testament, wenn die Person verstorben ist?

Antwort: Wer im Besitz eines Testamentes ist, muss dieses bei einem Sterbefall unverzüglich dem zuständigen Nachlassgericht zur Eröffnung vorlegen. Hierzu wird in jedem Fall die Sterbeurkunde benötigt. Sofern kein Testament vorliegt, wird das Erbrecht nach der gesetzlichen Erbfolge, die im BGB verankert wurde, geregelt.

Frage: Was muss ich tun, um das Erbe auszuschlagen?

Antwort: Der Erbe kann die Erbschaft innerhalb von sechs Wochen nach seiner Kenntnisnahme vom Tod des Erblassers ausschlagen. Hierzu ist es notwendig, eine persönliche Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht zu Protokoll oder diese beim Notar in beglaubigter Form abzugeben. Nach Ablauf dieser Frist gilt das Erbe als angenommen.
Aber Vorsicht, überlegen Sie sich genau, ob Sie das Erbe annehmen, denn sollte der Verstorbene zum Zeitpunkt seines Todes verschuldet sein, erben Sie diese Schulden mit.

Sie dürfen aber nach § 1959 BGB – obwohl Sie das Erbe ausschlagen - geschäftsführend für den Verstorbenen tätig sein, das bedeutet: Sie dürfen im Interesse des Verstorbenen Angelegenheiten regeln (z.B. Bestattungskosten anweisen oder Verträge kündigen).

 Rechtsgrundlagen: §§ 1944 ff. BGB.

Frage: Wie erkenne ich einen qualitätsbewußten Bestatter?

Antwort: Sicherheit bietet hier das Markenzeichen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V.
Das Qualitätssiegel garantiert Angehörigen eine qualitativ hochwertige Beratung und Betreuung, denn die Markenzeichenbetriebe erfüllen strenge Qualitätskriterien.
Das Markenzeichen des Bundesverbandes blickt auf eine mehr als 50-jährige Tradition zurück. Erstmals wurde es 1952 an Bestatter verliehen, die über eine spezielle Qualifikation verfügten. Stetig wurde das Niveau der Voraussetzungen für die Führung des Markenzeichens angehoben. Heute ist es erforderlich, neben einer abgeschlossenen Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, zum Geprüften Bestatter oder Bestattermeister besondere persönliche, fachliche und betriebliche Voraussetzungen zu erfüllen, damit das Markenzeichen geführt werden darf. Dies garantiert eine fachlich einwandfreie Dienstleistung zu fairen und angemessenen Preisen.
Aufgrund des eigenen hohen Anspruchs der Bestatter an ihre Dienstleistung und dem Bestreben nach kontinuierlicher Qualitätsverbesserung führte der Bundesverband 2009 eine weitere Voraussetzung für die Führung des Markenzeichens ein – die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008. Diese Zertifizierung ist der weltweit bekannteste Standard für Qualitätskontrolle und Managementsysteme. Mit der Übergabe der Zertifizierungsurkunde durch ein Tochterunternehmen des TÜV Rheinland wurden etwa 1.000 Markenzeichenbetriebe im Verbund zertifiziert.
All diese Betriebe haben ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und unterliegen einer ständigen Kontrolle durch unabhängige Prüfer. Die Zertifizierung ist besonders hochwertig und für die Auswahl des Bestatters aussagekräftig, weil sie nicht nur die DIN EN ISO 9001:2008, sondern auch die DIN EN 15017 - Bestattungsdienstleistungen - und die Satzung zum Markenzeichen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V. zugrunde legt.
Beispielsweise ist das Markenzeichen-Unternehmen verpflichtet, sein Personal regelmäßig zu schulen, die Angehörigen durch die unaufgeforderte Erteilung eines Kostenvoranschlages transparent und offen über entstehende Kosten zu informieren oder empfangene Gelder im Rahmen von Bestattungsvorsorgen verzinslich und getrennt vom Betriebsvermögen anzulegen.
Angehörige eines Trauerfalles und Vorsorgende können sicher sein, dass sie bei einem Bestatter, der das Markenzeichen führt und zertifiziert ist, eine qualitativ hochwertige Beratung und Betreuung erhalten.
Die Markenzeichenbetriebe findet man auf der Seite www.bestatter.de.

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